AKWs

Atomkraftwerke in Deutschland, eine Übersicht der Fakten:



Bruttostromerzeugung in Deutschland 2011 nach Energieträgern

Energieträger Strommenge (TWh) Anteil
Braunkohle 150,5 0,25
Kernenergie 108,5 0,18
Steinkohle 114,5 0,19
Erdgas 83,5 0,14
Mineralölprodukte 7 0,01
Wasserkraft 19 0,03
Windkraft 46,5 0,08
Biomasse 32 0,05
Photovoltaik 19,5 0,03
Müllverbrennung 5 0,01
Übrige Energieträger 26,0 0,04
Summe 612 1
regenerativer Anteil 122 0,2

Quelle: AG Energiebilanzen



Kraftwerkspotentiale:
Mit den derzeit vorhandenen Kernkraftwerken sind bereits etwa 20 GW grundlastorientierte Kraftwerke am Netz. Hinzu kommen noch etwa 38 GW Braun- und Steinkohlekraftwerke, die
heute noch in Betrieb sind oder sich im Bau befinden und erst allmählich im Laufe der nächsten Jahrzehnte aus dem Betrieb genommen werden.
(Quelle: Sachverständigenrat für Umweltfragen 9/2010)

Atommüll:

  • Bei der Rückholung des radioaktiven Mülls aus dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel müssen mindestens 100000 Kubikmeter Abfälle umgelagert werden (Bundesamt für Strahlenschutz)
  • Für den Bau eines Zwischenlagers und anderer Gebäude sei insgesamt eine Fläche von 25 Hektar nötig; das entspricht etwa 32 Fußballfeldern. 126000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall sollen umgelagert werden, weil das Bergwerk abzusaufen droht.
    (Süddeutsche/dpa)
  • Für die Stilllegung, den Abbau sowie die Entsorgung der Meiler und der radioaktiven Abfälle müssen in den nächsten 25 Jahren rund 5,4 Milliarden Euro Steuermittel aufgewendet werden (Forschungsministerium 2010)
  • Rückbau und Entsorgung des Atomkraftwerks Greifswald: 2,2 Milliarden € (Forschungsministerium 2010)
  • Stilllegung des Endlagers Morsleben: über 620 Millionen € (Forschungsministerium 2010)
  • Sanierung und Stilllegung der Schachtanlage Asse: Studie veranschlagt 3,7 Milliarden €
    (Forschungsministerium 2010)
  • Der Rückbau deutscher AKW dauert länger, es gibt kein Endlager (SPON, 12.3.2012)

Videos

Die KiKK-Studie (epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) kommt zum Ergebnis, dass das Risiko für 0-4jährige Kinder an Leukämie zu erkranken zunimmt, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerkstandort liegt.
Die Studie wurde vom Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz, im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt.

Download der KiKK-Studie

Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz zur KiKK-Studie